FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
auch sofort entscheiden, ob er seinen Bestand aufstocken oder Teile davon ver- kaufen möchte. Und er muss nicht erst irgendwo hinlaufen und das Geld gegen- über Dritten erklären. WennjemandeinenGoldschatzzuHausehat, kanner dieStückeaucheffektiveinliefern? Das ist eigentlich die Hauptidee gewesen: SK\VLVFKHV *ROG Hȯ]LHQW XQG VLFKHU DE]X - wickeln. Viele Kunden möchten Gold einliefern oder auch neu erwerben – das organisieren wir vollständig für sie. Der Kunde hat keinen Aufwand und erhält HLQH VDXEHUH 'RNXPHQWDWLRQ *OHLFK]HLWLJ sehen wir einen klaren Trend: Die regu- ODWRULVFKHQ $QIRUGHUXQJHQ QHKPHQ ]X 7UDQVDNWLRQHQ ZHUGHQ ]XQHKPHQG WUDQV - parenter, und mit dem geplanten europäi- schen Zentralregister wird sich das wei- ter verschärfen. Und dann ist die Frage: Woher kommt das Gold? Da kommt ein bisschen Druck für den Kunden auf. Es LVW GDQQ QLFKW VR HLQIDFK *ROG ]X YHU - kaufen und den Erlös auf das Konto bei GHU +DXVEDQN ]X OHJHQ 6WLFKZRUW Ľ.QRZ your Customer“: Wenn die Hausbank 6LH QLFKW NHQQW XQG VDJW GHU %HWUDJ LVW QLFKW SODXVLEHO GDQQ KDEHQ 6LH HLQ 3URE - OHP 'LHV ZLUG ]XQHKPHQG VR NRPPHQ ZHLO GLH ZHQLJVWHQ %HVLW]HU .DXIEHOHJH für das Gold vorlegen können. Wir ken- nen unsere Kunden gut, darum können ZLU DOV %DQN GDV DN]HSWLHUHQ ZHLO HV IĞU uns plausibel ist. Unsere Kunden sind sehr konservativ, und das physische Gold gehört in dieser Liga in irgendeiner Art XQG :HLVH GD]X Welche Herausforderungen sehen Sie als Vorstand einer kleinen und schlank auf- gestelltenBank in den nächsten Jahren auf sichzukommen? Eine der größten Herausforderungen ist die aufsichtsrechtliche Regulatorik. Die $QIRUGHUXQJHQ WUHȬHQ NOHLQH +ÌXVHU RIW genauso wie Großbanken – unabhängig davon, ob das Geschäftsmodell vergleich- bar ist oder nicht. Wir müssen beispiels- ZHLVH HLQHQ 6DQLHUXQJVSODQXQJ DEJHEHQ obwohl wir kein Kreditgeschäft machen. 'LH $XIVLFKW LVW DQ GLHVHP 3XQNW ZHQLJ ijH[LEHO (V JLEW HLQHQ HFKWHQ 0HOGHZDKQ – wir melden wie eine Großbank. Es heißt, die kleinen Banken würden ent- lastet, aber die Entlastung ist lächerlich. Diese Bürokratie kann kleinere Organi- VDWLRQHQ VFKRQ ]X HLQHP JHZLVVHQ *UDG gefährden. Welches Thema treibt Sie gegenwärtig nochum? )ĞU XQV LVW HV GHU]HLW HLQH +HUDXVIRUGH - rung, die berühmte Generation Y oder = DQ]XJHKHQ 'LH (UZDUWXQJHQ DQ .RP - munikation und digitale Angebote haben sich deutlich verändert. Deswegen haben ZLU XQV MHW]W DXFK LP %HUHLFK 6RFLDO 0HGLD PLW HLQHU QHXHQ .ROOHJLQ YHUVWÌUNW die uns erklärt, wie das funktioniert. Die Kommunikation mit der nächsten Gene- ration ist schon eine andere. Die will eine funktionierende App haben, da kann ich nicht einfach die verstaubte App aus dem Verbund nehmen. Die junge Generation PĆFKWH HWZDV 0RGHUQHV KDEHQ VLH NRP - PXQL]LHUW DQGHUV 'LH QÌFKVWH *HQHUDWLRQ ist bei uns bereits Kunde, aber wir müssen sie natürlich auch halten können. Wenn ZLU QLFKW NRPPXQL]LHUHQ NĆQQHQ GDQQ YHUOLHUHQ ZLU VLH :LU VLQG JXWHQ 0XWHV GDVV ZLU GD GLH ULFKWLJHQ 6FKULWWH HLQJH - leitet haben. VielenDank für dasGespräch. MARCUS HIPPLER FP KURZ-V I TA : Volker Rützel Volker Rützel begann 1989 nach einer Trainee-Aus- bildung beimBankhaus Reuschel inMünchen seine Karriere im institutionellen Aktien- und Rentenhandel. 1993wechselte der Diplom-Betriebswirt zur Commerz- bank-Tochter CFMnach Frankfurt, wo er beimAufbau des Financial Planning half. Von 1998 bis 2011 war er für UBS und Julius Bär in leitenden Funktionen sowie in der Kundenbetreuung tätig, bevor er 2012 zumBankhaus Herzogparkwechselte. Seit 2019 verantwortet Rützel das Privatkundengeschäft, seit 2021 sitzt er imVorstand. » Es gibt einen echten Meldewahn – wir melden wie eine Großbank. « Volker Rützel, Bankhaus Herzogpark BANK & FONDS Volker Rützel | Bankhaus Herzogpark 378 fondsprofessionell.de 2/2026 FOTO: © SEBASTIAN WIDMANN FÜR FONDS PROFESSIONELL
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