FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

etwa bei Private-Equity-Vehikeln üblich ist. „Mit Evergreen-Fonds haben die Pri- vatmärkte die nächste Evolutionsstufe erreicht“, meint Sibbing. „Sie werden einen längerfristigen Trend auslösen.“ In den Kanon eingezogen Einen Schritt weiter ging es dann mit dem European Long-Term Investment Fund, kurz ELTIF. Dieses Format ermög- licht einemnoch größeren Investorenkreis den Zugang zu Anlageklassen wie Infra- struktur, Private Equity oder Private Debt. „Die ELTIF-Regulierung bietet ein durch- dachtes und innovatives Rahmenwerk“, meint Sibbing. Ein ELTIF kommt dabei im Prinzip im Mantel eines Evergreen- Fonds daher – nur weist er eben auch die erweiterten Vertriebsoptionen auf. Wachsendes Interesse und bessere Zugänglichkeit münden darin, dass auch Banken zusehends alternative Investments in ihren Kanon aufnehmen – zumindest für die gehobene Klientel wie im Private Banking, die ausreichend Kapital mit- bringt. „Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Privatbanken ihren Kunden zunehmend Produkte aus dem Bereich Private Markets anbie- ten, was grundsätzlich eine sehr positive (QWZLFNOXQJ LVWĺ PHLQW 6WHȬHQ 3DXOV Gründer und Chef von Moonfare. Die Berliner Investmentgesellschaft hat das Ziel auserkoren, Privatmarktinvestments einem breiten Anlegerkreis zugänglich zu machen. „Als Teil eines ganzheitlichen Vermö- gensverwaltungsansatzes kann dies für viele Anleger ein sinnvoller Einstieg in private Märkte sein“, führt Pauls aus. Das Start-up kooperiert selbst mit Häusern wie Berenberg in Deutschland, der Kathrein Privatbank in Österreich oder Quintet mit Sitz in Luxemburg. Auch mit dem Fonds- DQELHWHU )LGHOLW\ ,QWHUQDWLRQDO SijHJHQ GLH Berliner eine Partnerschaft. Passende Philosophie Grundsätzlich würden Privatmarkt- investments eine sinnvolle Ergänzung für ein Portfolio darstellen. So habe Pri- vate Equity in den letzten 25 Jahren eine annualisierte Rendite von 12,7 Prozent erzielt, verglichen mit 7,7 Prozent für das Aktienbarometer S&P 500. „In Stress- phasen hat es sich zudem oft als weniger volatil erwiesen: Während der globalen )LQDQ]NULVH ljHO GHU 6 3 XP 3UR]HQW ZÌKUHQG 3ULYDWH (TXLW\ XP Prozent nachgab“, argumentiert Pauls. Portfolios mit einem Private-Equity-Anteil hätten die traditionelle Aufteilung mit 60 3UR]HQW $NWLHQ XQG 3UR]HQW $QOHLKHQ ĞEHU GLHVHQ =HLWUDXP KÌXljJ ĞEHUWURȬHQ Wie so oft steckt der Teufel jedoch im Detail. „Eine wesentliche Rolle spielt der Kontext, in dem Privatmarktanlagen ein- gesetzt werden“, mahnt EQT-Manager 382 fondsprofessionell.de 2/2026 BANK & FONDS Private-Markets-Investments FOTO: © ALEX BEX | MOONFARE Favoriten der Family Offices Durchschnittliche Gewichtung nach Anlageklassen Die Betreuer vermögender Familien stecken bereits einen erheblichen Teil des ihnen anvertrautenGeldes in die Privatmärkte. Der Großteil davon entfällt wiederum auf Investments in Private Equity und Immobilien. Quelle:J.P.MorganGlobalFamilyOfficeReport2 026 Gesamtportfolio | Portfolioanteil in % Aktien 38,4 % Privatmärkte 30,8 % Anleihen 14,8 % Kasse 7,8 % Hedgefonds 4,7 % Übrige 3,5 % 0% 2% 4% 6% 8% 10% Übrige Private Credit Venture Capital Immobilien Private Equity Privatmarkt-Anteil | Portfolioanteil in % 9,8 % 7,4 % 3,3 % 2,4 % 7,9 % » Am wichtigsten ist die Auswahl der Investments. « Steffen Pauls, Moonfare

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