FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

Sibbing. „Einem langfristigen Investment- horizont kommt eine große Bedeutung zu.“ Diese Philosophie passe aber durch- aus etwa zu Sparplänen für die Altersvor- sorge. „Wir suchen dementsprechend Part- ner, die über Zugänge zu diesem Segment verfügen“, sagt Sibbing. Zudem betont er, dass Privatanleger dieselbe Qualität der Investments erhalten müssten wie institu- tionelle Investoren. Enorme Lücke Moonfare-Chef Pauls untermauert das 3UREOHP PLW =DKOHQ 6R NODȬH PLW IDVW 20 Prozentpunkten eine enorme Perfor- mancelücke zwischen dem besten und dem schwächsten Viertel der Private- Equity-Fonds. Dieser Abstand sei weitaus größer als bei klassischen Anlageklassen. „Am wichtigsten ist die Auswahl der Investments“, mahnt daher Pauls. „Der Zugang ist der Ausgangspunkt, die diszi- plinierte Auswahl der Managerinnen und Manager bestimmt das Ergebnis.“ Dass auch in den Privatmärkten längst nicht immer alles glatt läuft, unterstrei- chen die Turbulenzen rund um Private- Credit-Fonds in den USA. Dort mussten namhafte Anbieter wie Apollo, Black- VWRQH %ODFNURFN RGHU &OLȬZDWHU VRZLH HPS Auszahlungen ihrer Vehikel stop- pen. Das schwere Fahrwasser, in das die Private-Credit-Fonds geraten waren, sahen einige Beobachter als Warnsignal für eine drohende Krise, die weitere Kreise ziehen und das Finanzsystem erschüttern könnte. „Wenn man eine Kakerlake sieht, gibt es wahrscheinlich noch mehr“, formulierte es JP-Morgan-Chef Jamie Dimon mit drastischen Worten. „Deshalb sollte jeder gewarnt sein.“ Heikle Trends Das Drama warf zudem die Frage auf, ob Private Equity, Private Debt und Co. einen enormen Zustrom von Privatan- legergeld überhaupt verkraften würden. 'LH PDVVLYHQ =XijĞVVH NĆQQWHQ ]X 3UHLV - verwerfungen führen, so die Befürch- tung. „Das Volumen der Privatmärkte ist sehr groß“, beruhigt dagegen Sibbing von EQT. „Daher besteht derzeit keine Gefahr, GDVV KRKH =XijĞVVH YRQ (QGDQOHJHUQ GHQ Markt aus der Balance bringen.“ Es könne allerdings dazu kommen, „dass einzelne Teilbereiche des Marktes aufgebläht werden, etwa weil bestimmte Themen imTrend liegen“, mahnt Sibbing. „Dieses Phänomen lässt sich gleicherma- ßen in anderen Teilen der Finanzmärkte beobachten.“ Eine strikte Investment- disziplin sei also auch in den Private Mar- kets wichtig. Und wie bei Aktien oder Anleihen auch sollten Anleger und ihre Berater Mühe in die Auswahl der passen- den Fonds stecken. SEBASTIAN ERTINGER FP 384 fondsprofessionell.de 2/2026 BANK & FONDS Private-Markets-Investments FOTO: © EQT PARTNERS Weiße Flecken Wo Family Offices noch nicht investiert sind Als „No-Go Area“ der Family Offices erweisen sich digitale Assets wie Bitcoin und Co. Zehnvon37Anlageklassengezeigt| Quelle:J.P.MorganGlobalFamilyOfficeReport 2026 0% 20% 40% 60% 80% Aktien Industrieländer Immobilien Hedgefonds Schwellenländeraktien Venture Capital Private Credit Gold Private-Equity-Sekundärmarkt Infrastruktur & Transport Kryptowährungen 89 % 79 % 76 % 72 % 58 % 57 % 53 % 51 % 40 % 37 % Umfrageteilnehmer ohne entsprechende Investments Ausbaubereich Anlageklassen, die Family Offices aufstocken wollen* Deutlich ausbauenwollen die Betreuer das Engagement etwa in Private Equity. *überdienächsten12bis18Monate|10von19Anlageklassengezeigt |Quelle:J.P.MorganGlobalFamilyOfficeReport 2026 0% 10% 20% 30% Anleihen Investment Grade Aktien USA Small & Mid Cap Infrastruktur & Transport Private-Equity-Sekundärmarkt Aktien USA Large Cap Venture Capital Private Credit Immobilien Aktien Europa Private Equity 37 % 33 % 30 % 29 % 29 % 28 % 28 % 24 % 21 % 19 % Anteil der Nennungen in % » Es kann dazu kommen, dass einzelne Teilbereiche des Marktes aufgebläht werden. « Ralf Sibbing, EQT Partners

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