FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

Heute müssen sich Fonds mit demZusatz „Sustainability“ an den Anforderungen der EU-Paris-Aligned Benchmarks orien- tieren und somit zum Beispiel auch auf fossile Energieträger verzichten. Roland Kölsch: Auch wenn eine Reihe von StudieneindeutigdasGegenteilbelegt,glau- benvieleAnlegerimmernoch,dassentspre- chendeAusschlusskriterienRenditekosten. WiegehenSiedamit um? Sailer: Wir analysieren regelmäßig quanti- WDWLY GLH (ȬHNWH YRQ $XVVFKOXVVNULWHULHQ Hierfür bilden wir Aktienkörbe aus kont- roversen Themen wie etwa Atomenergie, Fracking, Kohle, Tabak und Rüstung. Über einen Zeitraum von sechs Jahren hat dieser globale Aktienkorb sogar schlechter abgeschnitten als der Markt. Das zeigt, diese Themen aus dem Universum auszu- schließen, hätte keinen Nachteil gehabt. In Europa sieht es anders aus: Dort haben sich diese Titel seit 2021 sehr positiv ent- wickelt, gerade Rüstungsaktien. Mit dem .RQijLNW GHU 6WDDWVFKHIV 6HOHQVN\M XQG Trump im Februar 2025 hat sich das Momentum beschleunigt. Das zeigt: Wir PĞVVHQ GHQ ĆNRQRPLVFKHQ (ȬHNW GHV 1DFKKDOWLJNHLWVSURljOV UHJHOPÌĕLJ ĞEHU - prüfen und gegebenenfalls anpassen. Plesmann: Dem Wachstumsinvestor fällt das allerdings leichter. Kohleabbau lockt heutzutage niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Einen Großteil der Aus- schlüsse nehme ich als Portfoliomanager sogar sehr gern in Kauf. Natürlich gibt es Ausnahmen. Im Verteidigungsbereich » Wir müssen den ökonomischen Effekt des Nachhaltigkeitsprofils regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen. « Daniel Sailer, Metzler AM Ulf Plesmann, Metzler Asset Management: „Einen Großteil der ESG-Ausschlüsse nehme ich als Portfoliomanager sogar sehr gern in Kauf. Natürlich gibt es Ausnahmen.“ fondsprofessionell.de 2/2026 97 FOTO: © JOSÉ POBLETE FÜR FONDS PROFESSIONELL

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