Die Wiener ZZ Vermögensverwaltung legt zwei ihrer Vertriebsschlager aus der Reihe der ZZ-Fonds zusammen. Der High-Yield-Anleihenfonds ZZ2 wird zum 15. Dezember dieses Jahres mit dem ZZ1 verschmelzen. Letzterer übernimmt somit zum Stichtag die Vermögenswerte des Ersteren. Das teilte die Semper Constantia Invest, die als Verwahrstelle fungiert, Anteilsinhabern vor wenigen Tagen mit.

Ausschlaggebend ist laut dem Schreiben die sehr ähnliche Anlagepolitik der beiden Fonds sowie eine Verbesserung der Kapitalbasis, wodurch die Effizienz der Fondsverwaltung verbessert werden soll. Durch die Verschmelzung wächst das Volumen des ZZ1 von rund 750 Millionen Euro auf mehr als 1,2 Milliarden Euro an. Dies soll den Vorteil bringen, dass bestimmte Mindest- und Fixgebühren, die unabhängig vom Volumen sind, nunmehr auf ein höheres Gesamtvolumen aufgeteilt und Kosten eingespart werden können.

Rücknahme bis 5. Dezember möglich
Anleger des ZZ2 werden im Zuge der Fonds-Fusion automatisch Anteile des ZZ1 erhalten. Wer damit nicht einverstanden ist, hat die Möglichkeit, bis zum 5. Dezember die Auszahlung zu verlangen. Danach könne eine Rücknahme nicht mehr berücksichtigt werden, heißt es. Zu einer zusätzlichen Kostenbelastung für Anleger komme es nicht.

Rang eins und zwei über zehn Jahre
Die von Peter Pühringer gemanagten Produkte waren in den letzten zehn Jahren ein Garant für hohe absolute Erträge. Die ZZ-Fonds – der Zusatz "ZZ" steht für Zins-Zyklus – gehen ein hohes Risiko ein, das sich in der Vergangenheit aber durchwegs bezahlt gemacht hat: Investoren wurden mit einer Rendite zwischen 9,4 und 11,3 Prozent pro Jahr belohnt. In der FIAP-Fondsdatenbank liegen sie damit an der Spitze der Mischfonds.

Der übernehmende ZZ1 ist darauf ausgerichtet, einen kontinuierlichen laufenden Ertrag zu erzielen sowie Ertragschancen von High-Yield-Anleihen in Kombination mit Aktien und anderen Veranlagungen zu nützen. Für den Fonds werden direkt oder indirekt über andere Investmentfonds oder derivative Instrumente bis zu 100 Prozent des Fondsvermögens Anleihen oder sonstige verbriefte Schuldtitel internationaler Emittenten erworben. (dw)