Analyst beruhigt: Deshalb droht kein Platzen der KI-Blase
Die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen und deren massive Investitionen sind gerechtfertigt, meint Joseph Stephens. In einem Webinar erläuterte der Analyst von Guinness Global Investors die Hintergründe.
Obwohl die Investitionen in Verbindung mit künstlicher Intelligenz (KI) exponentiell steigen, sind die hohen Bewertungen der Unternehmen, die mit diesem Megatrend in Verbindung stehen, gerechtfertigt. Das sagte Joseph Stephens, Investment-Analyst beim britischen Asset Manager Guinness Global Investors, vor Kurzem bei einem Webinar der Berliner Ratingagentur Scope Group.
Hohe Profitabilität und Liquidität
Zwar liege das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis im amerikanischen Aktienindex S&P 500 mit 21,4 deutlich über anderen Regionen wie Europa, wo es gemessen am breiten Index Stoxx 600 nur 14,6 betrage, so Stephens. Jedoch lägen die größten Unternehmen im S&P 500 heute bei Profitabilität, Liquidität sowie Umsatz- und Gewinnwachstum deutlich über ihren Werten vor zehn Jahren, was eine höhere Bewertung rechtfertige.
Die Free-Cashflow-Rendite sei im Mittel aller S&P-500-Firmen deutlich höher als zu Zeiten der "Dotcom-Blase". Und der Bewertungsaufschlag von Technologiefirmen gegenüber anderen Unternehmen in dem Index sei heute deutlich geringer als damals.
Visibilität zukünftiger Umsätze
Zudem hätten die größten Anbieter von Cloud-Infrastruktur wie Amazon oder die Google-Mutter Alphabet eine hohe Visibilität zukünftiger Umsätze für die kommenden fünf Jahre. Stephens verwies auf den hohen Stand langfristig vereinbarter Leistungen dieser sogenannten Hyperscaler mit ihren Kunden (Remaining Performance Obligations), die für spätere Umsätze sorgten.
Amazon, Alphabet und Nvidia, der führende Hersteller von Halbleitern für KI, zählen laut Mountain-View zu den zehn größten Einzelwerten im Guinness Global Innovators Fund. (dv)




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