Das Geldvermögen der Deutschen ist auf Rekordhoch und hat laut Bundesbank im vergangenen Jahr erstmals die Marke von zehn Billionen Euro geknackt. Doch die meisten Bundesbürger legen ihr Vermögen noch immer suboptimal an, meint Bernhard Matthes, Anlagechef bei Pax-BKC Asset Management. Beim FONDS professionell KONGRESS stellte er einen breit aufgestellten Ansatz zur Vermögensallokation vor.

Anlegen nach dem Vorbild von Yale und Harvard
Als Vorbild nennt Matthes die großen US-Stiftungsfonds wie Yale oder Harvard. Die langfristig ausgerichteten Multi-Milliarden-Manager investieren seit Langem in eine Vielzahl an Anlageklassen und nutzen dabei alternative Risikoprämien etwa in illiquiden Märkten, aber auch Realwertanlagen wie Rohstoffe oder Edelmetalle. Und das mit großem Erfolg: "Die großen US-Endowments haben langfristig deutlich besser abgeschnitten als ein klassisches 70-30-Portfolio", so der Anlageexperte.

Illiquide Anlagen oder liquide Alternatives
Wichtig ist ihm auch der Inflationsschutz: "Realer Werterhalt hat viele Feinde", warnt Matthes. Das gelte besonders in Zeiten steigender Staatsverschuldung. Für attraktive reale Erträge brauche es nicht einmal unbedingt illiquide Anlagen wie Private Equity. Bereits ein Basis-Exposure in liquiden Alternatives verbessere das Rendite-Risiko-Profil eines Portfolios deutlich, so der Portfoliomanager. In den eigenen vermögensallokierenden Strategien nutzt Pax-BKC Asset Management alternative Risikoprämien unter anderem über Edelmetalle, Cat Bonds oder Fremdwährungen. (jh)