Die Dekabank hat mit dem Deka Europe Defense UCITS ETF einen neuen Verteidigungs-ETF in der Pipeline, der speziell auf europäische Unternehmen setzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Der Produktneuling bildet den Solactive Europe Defense Index ab, der einerseits Aktien von Unternehmen enthält, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes in den Bereichen Aerospace und Rüstung erzielen. Andererseits werden auch Zulieferer, die zumindest einen Teil ihres Umsatzes mit Verteidigung machen, berücksichtigt. Darüber hinaus werden etwa Hersteller von geächteten und kontroversen Waffen ausgeschlossen.

Großes Investmentpotenzial
"Verteidigung ist ein Investmenttrend geworden", zeigt sich Thomas Pohlmann, Leiter ETF-Produktmanagement, in einem Interview mit "Bloomberg News" überzeugt. Das Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe hatte mit dem Deka-Security and Defense bereits zu Jahresbeginn ein aktiv verwaltetes, global ausgerichtetes Pendant lanciert, das inzwischen knapp eine halbe Milliarde Euro einsammeln konnte. 

Die Deka stieg im Jahr 2008 in das ETF-Geschäft ein und verwaltet nach eigenen Angaben rund 19 Milliarden Euro in ihren ETFs. Mit dem neuen Rüstungs-ETF wird die Deka ab Dezember insgesamt 54 ETFs im Angebot haben. Grundsätzlich sei die Deka aber ein aktiver Manager, betonte Pohlmann gegenüber "Bloomberg". Zugleich sei aber auch eine steigende Nachfrage nach ETFs zu beobachten. "In diesem Segment wollen wir weiterhin attraktive Angebote innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe bereitstellen, um die Kundenbedürfnisse auch in diesem Investmentprodukt bedienen zu können", so Pohlmann. (cf/Bloomberg)