Expansionskurs: Vanguard will Kundenzahl außerhalb der USA verdoppeln
Der zweitgrößte Asset Manager der Welt will außerhalb des Heimatmarktes stärker wachsen. Vorstandschef Salim Ramji möchte die Zahl internationaler Kunden mehr als verdoppeln. Der weitaus größte Teil des Kundengeldes stammt aber noch aus den USA.
Der US-Vermögensverwalter Vanguard hat die Marke von einer Billion US-Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten, die der Konzern für Kunden außerhalb der USA betreut. Dies sagte Vanguard-Vorstandschef Salim Ramji der Wirtschaftszeitung "Financial Times". Das Haus mit Sitz in Malvern im US-Bundesstaat Pennsylvania verwaltet insgesamt mehr als zwölf Billionen Dollar und ist damit der zweitgrößte Asset Manager der Welt hinter dem New Yorker Konzern Blackrock.
Vanguard forciert zudem das Wachstum außerhalb des Heimatmarktes. Die Zahl der internationalen Kunden soll von derzeit 17 Millionen in den nächsten fünf Jahren auf 40 Millionen steigen, kündigte Ramji an. Er glaube, dass sich weltweit "unglaubliche Chancen" auftun würden, da Regierungen versuchen, Millionen von Sparern dazu zu bewegen, ihr Vermögen in die Kapitalmärkte zu investieren, statt es auf Konten schlummern zu lassen.
"Zu kostspielig und zu kompliziert"
Die Sparer in Europa seien stark auf Bargeld und Bareinlagen ausgerichtet, was zum Teil daran liege, dass Investitionen in die Finanzmärkte "zu kostspielig und zu kompliziert sind und es viele Hindernisse gibt, die Menschen daran hindern, gute langfristige Investitionen zu tätigen", so Ramji zur "Financial Times".
Vanguard hat sich in der Branche den Ruf als Preisbrecher erworben. Das Haus konnte eigenen Angaben zufolge das für Kunden außerhalb der USA verwaltete Vermögen in den vergangenen drei Jahren verdoppeln. (ert)




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