Eine vonseiten des Immobiliensektors verursachte "Finanzkrise 2.0"  ist laut dem französischen Vermögensverwalter Amundi derzeit nicht zu erwarten. Steigende Immobilienpreise und eine höhere Verschuldung privater Haushalte schüren zwar die Sorge, Immobilien könnten einmal mehr zum Auslöser einer Krise werden. Dennoch gibt es drei bedeutende Unterschiede zum Jahr 2008, die die Sorge zerstreuen, schreibt Vincent Mortier von Amundi.

Wie zur Mitte der 2000er-Jahre steigt derzeit die Zahl der an private Haushalte vergebenen Kredite. Doch Mortier zufolge in sehr viel langsamerem Tempo als damals. Zudem hält er die Verschuldung privater Haushalte für weniger problematisch als vor der Lehman-Pleite. "In den USA ist das Profil des durchschnittlichen Kreditnehmers heute weitaus solider als Mitte der 2000er-Jahre", sagt Mortier. Damals konnten viele Kunden ihre Kredite nicht zurückzahlen, was als einer der Auslöser der nachfolgenden Krise gilt. Zudem verschärften Staaten als Reaktion auf die Krise die Bankenaufsicht und erließen neue Regeln, auch hinsichtlich der Eigenkapitalstandards kreditgebender Institute. (fp)