Argentinien stehen wirtschaftlich herausfordernde Zeiten bevor, in Saudi-Arabien gab es einen Anschlag auf eine Raffinierieanlage, und China leidet unveränndert unter dem Handelskrieg mit den USA. Viele Anleger meiden wegen Nachrichten wie diesen derzeit Investments in Schwellenländern. "Unterschätzt werden hingegen die Stärke einiger Volkswirtschaften und die Anstrengungen einiger Regierungen, um die Nachfrage zu stimulieren", sagt James Donald, Leiter der Schwellenländerplattform bei Lazard Asset Management.

Der Lazard-AM-Schwellenländer-Experte betrachtet die Lage differenziert und erkennt auch in China Potenzial für Anleger. Schließlich habe das Riesenreich den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt, um die Auswirkungen des Konflikts zu reduzieren. Zusätzlich baut China Handelshemmnisse ab. Noch vor einiger Zeit konnten ausländische Anleger nicht am chinesischen Kapitalmarkt investieren. Das hat sich mittlerweile geändert.

Vietnam geht es als Gewinner aus dem Handelskrieg hervor
Donald beobachtet zudem Länder, die vom Handelskrieg zwischen den USA und China profitieren: "Global produzierende Konzerne versuchen, ihre Zulieferketten zu optimieren und die Produktion in Länder auszulagern, die vom Konflikt nicht betroffen sind, zum Beispiel Vietnam und Mexiko." So sind die US-Importe aus China im Jahresvergleich um fünf Prozent gesunken, die aus Vietnam aber um 23 Prozent gestiegen. (fp)