"Eine Transformation, wie sie sich unter dem Aspekt Nachhaltigkeit gerade in der Investmentindustrie vollzieht, erlebt man nur einmal in einer Generation, um nicht zu sagen einem Jahrhundert", erklärt Massimo Greco, Europa-Vertriebschef von J.P. Morgan Asset Management, im Interview für die aktuelle Magazinausgabe von FONDS professionell. Deshalb habe für seine Gesellschaft das Thema Nachhaltigkeit höchste Priorität, und das sage er nicht nur, weil es sozusagen gerade en vogue ist.

Nicht von ungefähr habe J.P. Morgan Asset Management die hauseigene Methodik zur Beurteilung von Unternehmen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten erheblich weiterentwickelt. Man verlasse sich nicht ausschließlich auf den Datenstrom externer Anbieter, sondern habe bewusst in eigene Researchkapazitäten als Basis der gesamten Anlagetätigkeit investiert. Immer mehr an Bedeutung gewinne zudem das Thema Stewardship, betont Greco. Gemeint sei eine Form von aktiver Eigentümerschaft, die man sehr ernst nehmen müsse. Inzwischen würden aber auch immer mehr Unternehmen von sich aus den aktiven Dialog mit ihren Investoren suchen.

Darüber hinaus spricht sich Greco für eine Art Demokratisierung von alternativen Investments aus. Seine Gesellschaft biete zwar schon seit langer Zeit entsprechende Lösungen an, diese seien aber oft noch ein Privileg besonders vermögender Privatkunden. Aus seiner Sicht müssten solche Anlagen einer sehr viel breiteren Anlegerschicht zur Verfügung stehen. Denn gerade diese Sparte, vor allem der Bereich realer Vermögenswerte, biete in Zeiten einer hohen Inflation spezielle Schutzprofile. (hh)


In der Bilderstrecke oben haben wir zentrale Aussagen aus dem Interview mit Massimo Greco zusammengetragen. Das vollständige Gespräch finden Leser in Ausgabe 2/2022 von FONDS professionell ab Seite 368 oder über diesen Link im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).