Offener Immobilienfonds von Kanam im Abwärtsstrudel
Anleger des offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest von Kanam geben weiterhin Anteile zurück. Die daraufhin notwendig werdenden Verkäufe offenbaren große Diskrepanzen zwischen der Bewertung der Immobilien und ihren Marktwerten.
Die turnusgemäße Bewertung des Immobilienportfolios des offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest führte zu einer erneuten Anpassung des Anteilspreises, der zum 26. November um 3,63 auf nurmehr 66,05 Euro gesenkt wurde. In die neueste Bewertung seien auch Erkenntnisse aus derzeit laufenden Bieterverfahren eingeflossen, "die bereits Hinweise auf die zu erwartenden Verkaufspreise liefern", schreibt Kanam ihren Vertriebspartnern.
Weitere Immobilienverkäufe seien notwendig, weil Anleger nach wie vor Rückgabewünsche anmelden würden und Mittelzuflüsse "Mangelware" seien, so Kanam. Der erhöhte Verkaufsdruck fällt in eine Zeit, in der Kanam regelmäßig Portfolioimmobilien abwerten muss. Erst Anfang November wurde eine Büroimmobilie in Nanterre bei Paris abgewertet, was allein schon zu einer Reduzierung des Anteilspreises um 2,95 Euro führte.
Deutlich mehr Abwertungsbedarf als beim umstrittenen Uniimmo Wohnen ZBI
In den vergangenen 24 Monaten musste der Leading Cities Invest seinen Anteilspreis von rund 102 auf 66 Euro reduzieren, eine Korrektur um rund 35 Prozent. Der offene Immobilienfonds Uniimmo Wohnen ZBI korrigierte in derselben Zeitspanne seinen Anteilspreis um 21 Prozent. Seine Abwertung im Sommer vergangenen Jahres hat einen Gerichtsprozess über die Frage der angemessenen Risikobewertung offener Immobilienfonds in Gang gesetzt, der inzwischen am Europäischen Gerichtshof anhängig ist. (tw)














