Auch die deutsche Blackrock-Niederlassung ist vom Sparprogramm des weltgrößten US-Vermögensverwalters betroffen – allerdings bloß in geringem Ausmaß. Wahrscheinlich müssen drei oder vier der insgesamt rund 150 Mitarbeiter aus den Büros in Frankfurt und München die Gesellschaft verlassen, erfuhr FONDS professionell ONLINE aus Frankfurter Finanzkreisen.

Sales-Profis aus der Vertriebspartnerbetreuung seien nicht betroffen, hieß es. Die Mitarbeiter, mit denen Gespräche geführt werden sollen, arbeiteten eher in der zweiten Reihe. Ein Sprecher von Blackrock wollte die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren.

"Deutschland ist und bleibt ein strategischer Wachstumsmarkt für Blackrock", betont Dirk Schmitz, der das Geschäft des Vermögensverwalters in Deutschland, Österreich und Osteuropa verantwortet. "Wir werden weiter in das Angebot für unsere Kunden investieren", ließ er auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mitteilen.

Blackrock wittert Chancen in der Krise
Vorvergangene Woche war bekannt geworden, dass Blackrock weltweit 500 Stellen abbauen möchte, was rund drei Prozent der Belegschaft entspricht (FONDS professionell ONLINE berichtete). In einer internen E-Mail an alle Kollegen verweist Blackrock-Präsident Rob Kapito auf die wachsende Unsicherheit an den Kapitalmärkten und sich ändernde Investorenpräferenzen.

Auch ein solches Umfeld biete Chancen für Wachstum, erinnert Kapito – doch man müsse die Disziplin haben, diese Chancen auch zu ergreifen. Dazu sei es nötig, Strukturen und Prozesse zu vereinfachen, um die Ressourcen bestmöglich einsetzen zu können. Kapito betont, dass Blackrock auch nach diesem Stellenabbau noch vier Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigen wird als ein Jahr zuvor. (bm)