Die Allianz hat aus dem Hedgefonds-Skandal in den USA Konsequenzen gezogen. Um ihre Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden in den USA und in Deutschland zu verbessern, hat sie mit Armin Berthel den Compliance-Chef der Commerzbank abgeworben. Das berichtet die "Wirtschafswoche" unter Berufung auf einen Sprecher der Allianz. 

Der promovierte Jurist Barthel bringt laut der Zeitung Erfahrung in der Aufarbeitung von Skandalen mit. Die Commerzbank hatte 2015 wegen Verstößen gegen amerikanische Iran-Sanktionen sowie Geldwäscheregeln in einem Vergleich 1,45 Milliarden Dollar gezahlt und US-Anwälte als Aufpasser akzeptieren müssen. Barthel habe die Compliance-Organisation erneuert und dafür gesorgt, dass die US-Behörden der Bank 2019 ein gutes Abschlusszeugnis ausgestellt hätten

Barthel ist seit 2016 Compliance-Chef bei der Commerzbank, bei der er seit 2005 in verschiedenen Positionen tätig war. Zuvor hatte er bei der Mbank und der Kanzlei Hengeler Müller gearbeitet. Zum Jahreswechsel wechselt er zur Allianz. (jb)