Paul-Otto Faßbender wird Mitte kommenden Jahres als Vorstandchef der Arag SE aufhören. Zugleich hat der größte noch in Familienbesitz befindliche Versicherer beschlossen, die Struktur des Führungsgremiums zu ändern: Das Haus wird mit der Demission Faßbenders im Juli 2020 keinen Vorstandsvorsitzenden mehr haben. Lediglich ein "Vorstandssprecher" soll die Arbeit des Gremiums moderieren. Die Arag bietet Rechtsschutz- und Sachpolicen an. Der 73-jährige Faßbender ist Mehrheitsaktionär.

"Nach der Einschätzung des Aufsichtsrates ist der Vorstand der Arag SE mit starken Persönlichkeiten in den Ressortleitungen sehr gut besetzt. Er ist daher der Überzeugung, dass ein Vorstandssprecher die besten Voraussetzungen bietet, die jeweiligen Stärken der Vorstandsmitglieder zur Entfaltung zu bringen", heißt es in der Pressemitteilung. Diese Aufgabe soll Renko Dirksen übernehmen, der seit 2005 im Unternehmen ist und 2015 in den Vorstand der Arag berufen wurde. Er leitet das Ressort "Kapitalanlagen/Konzernentwicklung/Betriebsorganisation".

"Nach genau 20 Jahren an der Spitze der Arag wird es Zeit, sich aus der operativen Führung des Unternehmens zurückzuziehen", erläutert Faßbender. Sein Entschluss werde ihm durch die sehr positive Entwicklung des Konzerns in den vergangenen Jahren erheblich erleichtert, betonte der Unternehmer. "Ich weiß die operative Führung beim künftigen Vorstand in guten Händen." (jb)