Der BayernLB steht ein spektakulärer Wechsel an der Spitze des Vorstandes ins Haus. Der bisherige Vorsitzende Johannes-Jörg Riegler verlässt das Unternehmen "im besten Einvernehmen“. Auf den anonsten üblichen Zusatz "gegenseitig" verzichtet das Kreditinstitut in einer Aussendung, was zu der Vermutung Anlass gibt, dass Rieglers bis Ende Februar 2019 laufender Vertrag einseitig aufgekündigt wurde. 

Dass man sich nicht auf eine Verlängerung des Dienstverhältnisses wird einigen können, deutete sich vor Monaten an. So sorgte im August das Bekanntwerden eines immerhin sechsstelligen "Übergangsgeldes“ für einen medialen Aufschrei. Der Grund: Falls Rieglers Vertrag – wie nun geschehen – nicht verlängert wird, stünde dem 54-Jährigen dieses Überbrückungsgeld bis zum Erreichen des Rentenalters zu. Insidern zufolge hatte Riegler zudem eine Gehaltserhöhung von derzeit rund 750 000 auf rund 1,5 Millionen Euro gefordert, womit er den Unmut der Eigentümer auf sich zog, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Trennung von Riegler wird für die Bank nun dennoch teuer.

Bis zum Amtsantritt des noch nicht benanntenn Nachfolgers wird Edgar Zoller in seiner Funktion als stellvertretender Vorstandsvorsitzender die BayernLB interimistisch führen. (aa/ps)