Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, regelmäßig als "die Wirtschaftsweisen" abgekürzt, bekommt zwei neue Mitglieder. Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Robert Habeck sollen die Ökonomin Ulrike Malmendier und der Wirtschaftswissenschaftler Martin Werding das seit langem unterbesetzte Gremium auf die eigentlich vorgesehene Zahl von fünf Mitgliedern komplettieren.

Ulrike Malmendier ist seit 2012 Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Verhaltensökonomik, Finanzwirtschaft und monetäre Ökonomik. Sie forscht unter anderem zur Erwartungsbildung von Bürgerinnen und Bürgern bezüglich zukünftiger Inflationsraten. Die Wissenschaftlerin, die bis Ende Februar 2026 berufen werden soll, wird das erste Mitglied des Sachverständigenrats sein, das gleichzeitig eine Professur außerhalb Deutschlands innehat.

Martin Werding ist seit 2008 Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik und öffentliche Finanzen. Er forscht unter anderem zu nachhaltigen Sozialversicherungssystemen. Werding soll bis Ende Februar 2028 berufen werden.

Dem Gremium gehören weiterhin an: Achim Truger von der Universität Duisburg-Essen (Ratsmitglied seit 2019) sowie Veronika Grimm von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Monika Schnitzer von der Ludwig-Maximilians-Universität München (beide Ratsmitglieder seit 2020). (hh)