Frank Wittholt, Vorstandssprecher der drei in Abwicklung befindlichen klassischen  Lebensversicherer der Ergo (Ergo Lebensversicherung, Victoria Lebensversicherung und Ergo Pensionskasse), verlässt den Versicherer zum Jahresende. Die Trennung erfolgt in beiderseitigem Einvernehmen, der Vertrag Wittholts wurde nicht verlängert. Martin Brown, der Finanzchef der drei genannten Ergo-Töchter, wird Wittholts Aufgaben zusätzlich übernehmen. Entsprechende Medienmeldungen, zuerst vom "Versicherungsmonitor", bestätigte die Tochter der Munich Re auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

Zu den Gründen der Trennung sagt der Versicherer nichts. Den Medienberichten zufolge soll es aber Streit um die Run-off-Plattform Thipara geben, die die Ergo zusammen mit IBM zur internen Abwicklung der Run-offs aufbaut und die auch anderen Versicherungsgesellschaften angeboten werden soll. 

Die Ergo selber betont, dass der Bau einer komplett neuen Verwaltungsplattform für ihre Leben-Klassik-Bestände, die sehr bewusst auch als Branchenplattform konzipiert wurde, ein komplexes Projekt sei. Die Plattform sei aber bereits in Betrieb – es wurden bisher rund 440.000 eigene Verträge migriert. (jb)