Chef von Schweizer Privatbank gibt Ruder aus der Hand
Der Chef der unabhängigen Schweizer Privatbank Bergos, Peter Raskin, verlässt das Institut. Im "Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat und den Hauptaktionären" habe sich Raskin zum Rücktritt entschieden, teilt das Unternehmen mit. Er hat das Haus 16 Jahre lang gelenkt, das früher eine Tochter der Hamburger Privatbank Berenberg war. Die Suche nach einem Nachfolger sei bereits eingeleitet, heißt es weiter. Einstweilen sollen die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung die Bank führen.
Raskin werde bis Sommer die Übergabe der Führungsaufgaben begleiten und danach dem Haus "freundschaftlich verbunden bleiben", so die Mitteilung. "Nach der Übergabe meiner Managementaufgaben möchte ich mehr Zeit für meine Familie und mich haben, bevor ich ein neues berufliches Kapital aufschlagen werde", lässt sich Raskin zitieren. Bereits ab Mitte Januar würden die anderen Geschäftsleitungsmitglieder, Till Budelmann, Danting Liu und Simon Wanzenried, die Führung übernehmen.
Die Privatbank Bergos mit Sitz in Zürich betreut auch deutsche Kunden, betreibt allerdings hierzulande keine Niederlassung. Das Haus operiert mit einer sogenannten vereinfachten Freistellung. Diese ermöglicht es seit einigen Jahren Schweizer Instituten, deutsche Kunden auch von der Schweiz aus zu betreuen, sofern das Geschäft gewisse Schwellen nicht überschreitet. Bergos kooperiert zudem mit dem Bankhaus Seeliger. (ert)













