Stefan Keitel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deka Investment, wird vom Sparkassen-Asset-Manager zur HQ-Unternehmensgruppe wechseln, den Beteiligungen der Familie Quandt. Entsprechende Informationen der Onlineausgabe des "Manager Magazins" wurden FONDS professionell ONLINE gegenüber bestätigt. Mittlerweile haben sowohl die Deka als auch HQ die Top-Personalie offiziell verkündet.

Demnach wird der 50-jährige ab dem 1. August Geschäftsführer der neuen zentralen Dachgesellschaft HQ Holding, unter der die Finanzdienstleister der Gruppe – die auf quantitative Investments spezialisierte HQ Asset Management, der globale alternative Investmentmanager HQ Capital und das Multi-Family-Office HQ Trust – sowie die mit ihnen verbundenen Unternehmen zusammengefasst sind. Keitels Aufgabe ist einer Pressemitteilung zufolge, die HQ Gruppe strategisch weiter zu entwickeln und zu führen. "Ich freue mich auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und den Teams der HQ-Finanzdienstleister“, lässt sich Keitel in einer Mitteilung zitieren.

Die Familie Harald Quandt hat zudem Joachim Faber, Philipp Geller, Gregor Harald May, Konstantin Mettenheimer, Bernhard Oberhofer und Gabriele Quandt in den Aufsichtsrat der Holding berufen. Zum Vorsitzenden des sechsköpfigen Gremiums wurde Faber gewählt.

Keitels Ernennung folgt einer Reihe von Wechseln in den Führungsetagen der Gesellschaft: Im Sommer 2019 übernahm etwa Lars Edler den Stuhl von Adalbert von Uckermann bei HQ Asset Management. Von Uckermann ging "nach erfolgreicher Aufbauarbeit" zurück zum Familiy Office HQ Trust.

Umbau bei der Deka
Keitel war erst Anfang 2016 zur Fondsmanagementgesellschaft der Sparkassen gestoßen. Der ehemalige Berenberg-Banker sollte ursprünglich im Vorstand der Dekabank das Asset Management verantworten. Dazu kam es wegen interner Umstrukturierungen jedoch nicht, stattdessen wurde Keitel Anfang 2017 Chef von Deka Investment, der Fondsmanagementsparte des Konzerns. Ein Nachfolger Keitels wurde noch nicht benannt.

Bei der Dekabank selbst gab es zuletzt ebenfalls einige Umbesetzungen: Der langjährige Vorstandschef Michael Rüdiger ging, sein Stellvertreter Georg Stocker übernahm Anfang des laufenden Jahres die Spitze. Zudem wird die Risikovorständin Manuela Better die Deka verlassen. Auch die Zukunft des gesamten Konzerns ist ungewiss: Es gibt Pläne, die Deka mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu einem Sparkassen-Zentralinstitut zu verschmelzen. (jb)


Anm. d. R. Die ursprüngliche Meldung wurde nach offiziellem Bekanntwerden der Personalie aktualisiert.