Nach dem spektakulären Wechsel von Asoka Wöhrmann, bislang verantwortlich für das inländische Privatkundengeschäft der Deutschen Bank, an die Spitze der Fondstochter DWS hat der Dax-Konzern offenbar einen Nachrücker gefunden. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zufolge soll Philipp Gossow den Posten von Wöhrmann übernehmen.

Gossow war zuletzt für das Privatkundengeschäft außerhalb Deutschlands zuständig. Es soll dem Bericht zufolge seine neue Stelle zum 1. November antreten. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt die Integration der Postbank in die Deutsche Bank. Gossows bisherige Aufgaben im internationalen Geschäft soll der FAZ zufolge Ashok Aram übernehmen, der bislang die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika verantwortet.

Die Umbesetzung war durch die überraschende Ernennung von Wöhrmann zum Chef der DWS nötig geworden. Wöhrmann löst dort nach nur zwei Jahren Nicolas Moreau ab, der den Asset-Management-Ableger an die Börse brachte. Zuletzt traten aber hohe Kosten sowie Ertragsprobleme des Hauses zutage, hinzu kamen empfindliche Mittelabzüge durch die Anleger und der Abgang prominenter Fondsmanager. Anders als Moreau rückt Wöhrmann nicht in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Stattdessen wird Digitalchef Frank Kuhnke in das Gremium berufen. (ert)