Die Deutsche Bank hat jüngst gemeldet, dass die Verschmelzung ihrer bis dato juristisch eigenständigen Privatkundensparte mit der Konzernmutter vollzogen sei. Im Zuge der bereits vor einem Jahr angekündigten Integration gibt es auch personelle Veränderungen beim Vorstand der DB Privat- und Firmenkundenbank. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Wegen der Fusion des Bereichs mit der Postbank im Jahr 2018 sei der Vorstand der Privatkundenbank mit neun Mitgliedern ohnehin schon überbesetzt gewesen. Nun ist er auch zu einem Bereichsleitergremium abgestuft geworden.

Aus diesen Gründen werden die beiden Vorstandsmitglieder Zvezdana Seeger und Susanne Klöß-Braekler die Bank verlassen, wie die Zeitung unter Berufung auf einen Sprecher der Deutschen Bank meldet. Seeger werde "im Sommer" gehen, Klöß-Braeckler "Mitte Juni". Letztere war für den Produktbereich zuständig, Seeger für operative IT-Fragen. Bereits bekannt war, dass auch Markus Pertlwieser das Institut verlassen wird. Er war in der Privatkundenführung für digitale Produkte zuständig. Die restlichen Manager, darunter Vorstandschef und Ex-Allianz-Manager Manfred Knof, werden "vermutlich in der Sparte bleiben", so die SZ, die diese Information von einem Insider hat.

Schlankere Struktur
Die Deutsche Bank hatte vor rund einem Jahr eine neue Strategie zur Steigerung der Profitabilität angekündigt, bei der 18.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Das betraf natürlich auch die Privatkundensparte. Durch Verschmelzung von Privatkundensparte mit der Konzernmutter möchte die immer noch größte deutsche Bank jährlich rund 45 Millionen Euro Kosten sparen. Vor allem aber soll der SZ zufolge die IT der Postbank bis 2021 oder 2022 mit dem System der Deutschen Bank verschmolzen werden. Das soll die Kosten jährlich um 400 Millionen Euro senken. (jb)