Verena Ross soll neue Chefin der EU-Wertpapieraufsicht ESMA werden. Darauf haben sich die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten nach längerem Streit geeinigt. Das Europäische Parlament muss Ross, die derzeit Exekutivdirektorin der Behörde ist, nun noch billigen. Das berichten verschiedene Medien, darunter die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). 

Der ESMA-Chefposten ist seit Ende der Amtszeit des bisherigen Stelleninhabers Steven Maijoor Ende März unbesetzt, die Deutsch-Britin Ross fungierte als seine Stellvertreterin. Der FAZ zufolge hatten Deutschland und Italien auf ihren eigenen Kandidaten beharrt, sodass lange Zeit keine Nominierung möglich war. Die italienische Regierung wollte Carmine di Noia, Vorstandsmitglied in der italienischen Börsenaufsicht, für den Posten durchsetzen. Ross, die im Sommer auch als Nachfolgerin Felix Hufelds an der Spitze der deutschen Aufsichtsbehörde Bafin im Gespräch gewesen war, ist seit 2011 bei der ESMA. Zuvor war sie 13 Jahre in verschiedenen Posten bei der britischen Finanzaufsicht FSA tätig gewesen. (jb)