Auf der ersten virtuellen Mitgliederversammlung des europäischen Dachverbandes der unabhängigen Finanzberater und Finanzvermittler FECIF am 7. Mai wurde der geschäftsführende Vorstand des deutschen Votum Verbandes, Martin Klein, zum "Chairman des Board of Directors" gewählt. Er folgt auf David Charlet, Präsident des französischen Verbands Anacofi. Das Amt wird für drei Jahre vergeben. FECIF setzt sich vor allem für eine verhältnismäßige Regulierung der europäischen Finanzdienstleister ein und plädiert für einheitliche Regulierungsstandards der Branche in der Europäischen Union.

Klein übernimmt den Vorsitz des Verbandes in einer herausfordernden Zeit. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise für die Europäische Union und ihren Zusammenhalt sind noch nicht absehbar. Aus diesem Grund betont er: "Die
FECIF Mitglieder sind eine gewachsene Gemeinschaft. Unser regelmäßiger und freundschaftlicher Austausch führt zu einem besseren Verständnis der Situation in den anderen Ländern der Gemeinschaft. Wir sind alle von der Bedeutung des europäischen Projekts überzeugt. Auch auf der Ebene unseres Verbandes muss es daher das Ziel sein, dass aus den temporären Grenzschließungen während der Corona-Krise nicht weiter Trennendes erwächst. Bereits heute müssen die Weichen auf europäischer Ebene für die Zeit nach Corona gestellt werden. Der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab dem 1. Juli kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu."

Während seiner Amtszeit will Klein einen Fokus auf die Umsetzung der Nachhaltigkeit in der Finanzberatung setzen. "Zum einen brauchen wir hier Praktikabilität und Rechtssicherheit für die Berater. Die Entwicklung muss aber auch als einzigartige Chance erkannt werden. Wenn Verbraucher erkennen, dass die Art und Weise, wie sie ihr Geld anlegen, einen Einfluss auf die Umwelt, beispielsweise in Form der Reduktion der CO2-Produktion hat, und wir diese Effekte sichtbar machen, ist dies ein hervorragendes Werkzeug für Berater. Hier werden wir ein europäisches Berater-Projekt auf den Weg bringen", kündigt er an. (jb)