Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) hat das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (Diva) gegründet. Die neue Forschungseinrichtung werde als sogenanntes "An-Institut" an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) geführt, bleibe aber rechtlich selbständig und wirtschaftlich unabhängig, teilte der Verband mit.

Mit dem neuen Institut möchte sich der BDV stärker in die Diskussion rund um das System der Alterssicherung in Deutschland einbringen. Nahezu alle Sparer stünden vor der Frage, wie sie ihr Geld sicher und rentabel anlegen können. "Die Themen Vermögensbildung und Altersvorsorge stehen deshalb ganz oben auf der Liste relevanter Themen der Bürger und der Politik", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Fragestellungen zum Berufsbild des Beraters"
Der BDV steht der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) nahe. Er zählt 12.000 Mitglieder und vertritt als größter Berufsverband die Interessen der selbstständigen Vermögensberater. Die FHDW ist eine private Fachhochschule mit mehreren Standorten in ganz Deutschland. In Marburg, wo auch das neue Institut seinen Sitz haben wird, kooperiert sie eng mit der DVAG. Ab Oktober können Partner des Finanzdienstleisters dort beispielsweise einen Master of Arts im Bereich "Management und Führung von Finanzvertrieben" erwerben (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Das neue Institut soll sich "Fragen der Regulierung des Finanzmarktes und deren Auswirkungen, der Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme sowie weiterer finanzieller Themen der privaten Haushalte und Unternehmen widmen, zudem Fragestellungen zum Berufsbild des Beraters in der Finanzwirtschaft", wie es in der Mitteilung heißt. Diva-Geschäftsführer wird Helge Lach, zugleich stellvertretender Vorsitzender des BDV und Mitglied der DVAG-Geschäftsleitung. Die wissenschaftliche Leitung wird Michael Heuser von der FHDW übernehmen. (bm)