Blackstone hat den früheren Morgan-Stanley-"Rainmaker" Franck Petitgas für eine zentrale Position in Europa gewonnen. Petitgas, der einst Morgan Stanleys Investmentbank leitete und als möglicher Kandidat für die Konzernspitze galt, soll im Januar als Senior Managing Director bei Blackstone beginnen, wie aus einer der Nachrichtenagentur "Bloomberg" vorliegenden Mitteilung hervorgeht.

In der neu geschaffenen Rolle des Vice Chairman, Europe, wird Petitgas mit der Führung des Private-Equity-Hauses an strategischen Themen arbeiten und den Austausch mit wichtigen Kunden und Wirtschaftslenkern in der Region übernehmen.

Blackstone setzt auf Europa als Wachstumsmarkt
Die Berufung eines der bekanntesten Londoner Dealmaker gilt als weiterer Erfolg für Blackstone, das eine groß angelegte Investitionsoffensive in Europa plant. Dort verwaltet der Konzern bereits mehr als 350 Milliarden Dollar in den Bereichen Private Equity, Immobilien, Kredite und Infrastruktur.

In einem Interview mit "Bloomberg Television" im Juni sagte Blackstone-Chef Stephen Schwarzman, Europa biete dem Unternehmen große Chancen. Er führte aus, dass Blackstone in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Milliarden Dollar in die Region investieren wolle.

Petitgas' Ernennung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Blackstone Michele Raba als Leiter des europäischen Corporate-Private-Equity-Geschäfts verpflichtet hat. Raba, zuletzt bei Apollo Global Management, wird im kommenden Jahr die Funktion von Lionel Assant übernehmen, der 2024 zusätzlich zum globalen Co-CIO aufgestiegen war.

Erfahrung als "Rainmaker" bei Morgan Stanley und Sunak-Berater
Petitgas verbrachte 30 Jahre bei Morgan Stanley, bevor er Ende 2022 ausschied. In dieser Zeit leitete er auch das internationale Geschäft und betreute einige der bedeutendsten Kundenbeziehungen des Hauses, darunter den saudi-arabischen Ölkonzern Aramco. Aufgrund dieser Milliarden-Deals zählt Petitgas zur Riege der sogenannten "Rainmaker". 

2023 wurde Petitgas vom damaligen britischen Premierminister Rishi Sunak als Wirtschaftsberater berufen, um eine von hoher Inflation und schwacher Investitionstätigkeit belastete Wirtschaft zu unterstützen. Im vergangenen Jahr wurde er zudem in das House of Lords des Vereinigten Königreichs aufgenommen. (mb/Bloomberg)