Der US-Vermögensverwalter Blackrock hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden für seine deutsche Tochter ernannt. Ab dem 1. Juli ist Michael Rüdiger neuer Chefaufseher der Blackrock Asset Management Deutschland, wie die Fondsgesellschaft meldet. Der ehemalige Chef der Dekabank folgt auf Friedrich Merz, der Anfang Februar seinen Abschied vom größten Asset Manager der Welt verkündet hatte, um wieder politisch aktiv zu werden.

Rüdiger soll dem Vermögensverwalter zudem als Berater zur Verfügung stehen. "Darüber hinaus wird er eine weiter gefasste Rolle übernehmen, in der er das deutsche Management-Team unter der Leitung von Dirk Schmitz strategisch beraten wird", heißt es in der Pressemitteilung. Er solle demnach die Stellung von Blackrock in Deutschland weiter ausbauen, den Dialog mit wesentlichen Kunden, Branchengremien und Entscheidungsträgern intensivieren und neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen.

Stationen bei Deka, Allianz, Credit Suisse und UBS
"Die Berufung einer Führungspersönlichkeit wie Michael Rüdiger mit einer solch umfassenden Erfahrung in der deutschen Finanzbranche spricht für die Bedeutung, die wir unserem Engagement für unsere deutschen Kunden und unserem hiesigen Geschäft beimessen, und für die Chancen, die wir in diesem Land sehen", sagt Rachel Lord, Leiterin von Blackrock in Europa, dem Nahen Osten und Afrika.

Der Kapitalmarktexperte blickt auf eine langjährige Karriere in der Branche zurück. Bis Ende 2018 war er Vorstandschef der Dekabank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen. Den Posten hatte er sechs Jahre inne. Davor war er Vorstandsvorsitzender bei der Credit Suisse für Zentraleuropa und hatte leitende Funktionen bei Allianz Asset Management und UBS inne. (jb)