Deutschlands einziger Staatsfonds verliert einen seiner Vorstände. Victor Moftakhar, ehemaliger Geschäftsführer von Deka Investment, wird seinen bis zum 19. Dezember laufenden Vertrag als Chief Operation Officer nicht verlängern, wie der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) mitteilt. Die Entscheidung sei im "besten Einvernehmen" gefallen, Moftakhar wolle eine neue Herausforderung annehmen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft, sagt ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur "Bloomberg".

Der vor drei Jahren mit 24,1 Milliarden Euro Startkapital gegründete Fonds hat die Aufgabe, langfristig genügend Rendite zu erwirtschaften, um Zwischen- und Endlagerung von radioaktivem Abfall deutscher Atomkraftwerke zu finanzieren. Im Rahmen des deutschen Atomausstiegs hatten die Betreiber der Werke das Startkapital für den Fonds zur Verfügung gestellt, wodurch die finanzielle Verantwortung für die Lagerung auf den Staat überging. (mb)