Ex-SPD-Generalsekretär steigt bei "Finanzwende" ein
Der frühere Bundestagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat einen neuen Job: Er steigt bei der Bürgerbewegung "Finanzwende" ein und übernimmt dort die Leitung des Bereichs Steuern, Verteilung und Lobbyismus. Dies teilt der Verein ein.
"Finanzwende ist auf dem besten Weg, ein effektives Gegengewicht der Finanzlobby zu werden – und ich möchte aktiv dazu beitragen, dass dieses Mammutprojekt gelingt", begründet Kühnert in der Pressemitteilung seinen Wechsel. Extreme Ungleichheit verbaue nicht nur Lebenschancen, sie verzerre auch zunehmend Debatten in Medien und Politik. Reichtum werde weltweit immer offener als Machtinstrument missbraucht. "Es braucht starke überparteiliche Anstrengungen, um sich dem entgegenzustellen. Daran arbeite ich ab sofort bei Finanzwende aktiv mit", so Kühnert.
Vor seinem Einstieg bei der Bürgerbewegung engagierte sich der 36-Jährige fast 20 Jahre lang in der SPD. Bei den Jusos übernahm er unterschiedliche Funktionen, von 2017 bis 2021 war er Bundesvorsitzender. Zwischen 2019 und 2021 war Kühnert stellvertretender Parteivorsitzender der SPD, von 2021 bis zu seinem Rücktritt im Herbst 2024 war er Generalsekretär. Bei der Bundestagswahl 2021 gewann Kühnert in seinem Heimatbezirk Berlin Tempelhof-Schöneberg das Direktmandat.
Die Bürgerbewegung Finanzwende ist ein überparteilicher Verein, der inzwischen mehr als 17.000 Mitglieder zählt. Ziel der Bewegung ist es, stabilere, faire und nachhaltige Finanzmärkte zu schaffen. Der Verein wurde 2018 von dem früheren Grünen-Finanzexperten im Bundestag, Gerhard Schick, gegründet. (am)













