Ex-Vizechefin der Bafin berät nun Schweizer Investmentboutique
Die wegen Versäumnis-Vorwürfen im Zusammenhang mit der Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard Anfang 2021 abgetretene Vizepräsidentin der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Elisabeth Roegele, gehört nun dem Beirat der Investmentboutique Rubinstein & Schmiedel an. Dies lässt das Unternehmen mit Hauptsitz im schweizerischen Wollerau die Öffentlichkeit wissen. Roegele war seit 2015 Exekutivdirektorin für die Wertpapieraufsicht und Asset Management bei der Bafin, seit 2018 auch Vizepräsidentin der Behörde. Im Frühjahr vergangenen Jahres legte sie ihr Amt im Zuge des Skandals um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard nieder. Bis 2021 war Roegele zudem Vorstandsmitglied bei der Europäischen Wertpapieraufsicht ESMA sowie bei der International Organization of Securities Commissions (IOSCO). Vor ihrer Tätigkeit bei der Bafin war sie als Chefjuristin bei der Dekabank tätig.
Außer Roegele zählt der Beirat von Rubinstein & Schmeidel drei weitere Mitglieder: Andreas Schwend, Mitgründer der Digitalberatungsfirma Diconium, Professor Christian Bachmeir von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, und Stefan Schindler, Gründer und Chef des Unternehmens Munich Blockchain Capital.
Rubinstein & Schmiedel wurde laut Eigendarstellung 2019 von Kirill Rubinstein und Thomas Schmiedel gegründet. Das Schweizer Fintech ist in Deutschland tätig, zählt 19 Beschäftigte und hat sich auf die Entwicklung KI-gestützter Kapitalanlagen spezialisiert. Künftig will sich die Investmentboutique mit eigenen Fonds an professionelle und qualifizierte Anleger richten, die mithilfe technologiegetriebener Investmentansätze von der Entwicklung neuer Anlageklassen profitieren möchten. (am)















