US-Präsident Joe Biden setzt auf Kontinuität in der Federal Reserve und hat Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit nominiert. Diese Entscheidung ist auch eine Anerkennung der Verdienste des 68-Jährigen zur Rettung der US-Wirtschaft vor den Folgen der Pandemie. Nun soll Powell diese Erholung vor der steigenden Inflation schützen. Zudem wird mit dieser Wahl die Tradition fortgesetzt, dass der US-Präsident an dem von seinem Vorgänger geerbten Fed-Chef festhält. Der Republikaner Powell wird wahrscheinlich problemlos vom Senat bestätigt werden, obwohl die progressiven Demokraten von Bidens Entscheidung durchaus enttäuscht sein könnten.

Gleichzeitig nominierte der US-Präsident Lael Brainard zur stellvertretenden Fed-Vorsitzenden. Sie würde Richard Clarida auf diesem Posten ablösen, könnte allerdings bei ihrer Bestätigung im Senat auf den Widerstand der Republikaner stoßen, da sie eine harte Linie bei der Bankenregulierung vertritt. Brainard war die einzige Gegenkandidatin im Kampf um den Posten des US-Notenbank-Chefs. (mb)