Manuel Loos, seit Anfang 2025 bei der FNZ Bank für das operative Geschäft zuständig, hat zum 1. Januar 2026 die Rolle des Vorstandschefs (CEO) von Peter Karst übernommen. Das teilt die Fondsplattform mit. Die Geschäftsleitung besteht daher nun neben Loos, der zuvor bei der Deutschen Bank und der Targobank tätig war, aus Jürgen Fiedler, Philip Laucks, Pamela Schmidt-Fischbach und Jürgen Hendrik-Kuhn.

Gründe für den Abgang von Karst, der Ende 2023 den Chefposten bei der B2B-Depotbank von Sebastian Henrichs übernommen hatte, nennt die FNZ Bank nicht. Karst wird laut Mitteilung aber noch bis Mitte des Jahres als "Senior Advisor" für die Bank tätig bleiben und so "einen optimalen Übergang sicherstellen". "Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei den tollen Teams in der FNZ Bank bedanken, die diese Entwicklung möglich gemacht haben. Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, den Staffelstab weiterzugeben. Manuel kenne und schätze ich bereits seit vielen Jahren und wünsche ihm und dem Management-Team eine gute Hand", wird Karst zudem in der Mitteilung zitiert.

Verkaufsgerüchte um FNZ Bank
Der Wechsel an der Spitze der Fondsplattform kommt rund sechs Wochen nachdem die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Insider berichtete, dass die FNZ Gruppe einen Verkauf ihrer deutschen Depotbanktochter erwäge. Die Beratungen befänden sich noch in einem frühen Stadium, und es sei nicht sicher, ob es zu einer Transaktion komme. Ein Sprecher der FNZ Group lehnte damals eine Stellungnahme gegenüber "Bloomberg" ab. Ein möglicher Verkauf der deutschen Depotbanksparte würde zur Strategie der neuen FNZ-Group-Chefin Blythe Masters passen, die das Unternehmen auf profitables Wachstum ausrichten will. (jb)