Friedrich Merz wird den Aufsichtsrat des Düsseldorfer Bankhauses HSBC Deutschland verlassen. Dies habe ein Sprecher auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt, berichtet die "Rheinische Post Online" (RP Online). In Bankkreisen werde der Abschied des ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden aus dem Kontrollgremium als neues Indiz dafür gedeutet, dass Merz in die Politik zurückkehren könnte. Eventuell stehe er vor einem Comeback in der Partei, falls die CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Kanzlerin gewählt würde, schreibt RP Online. Auch über ein Ministeramt für Merz werde spekuliert.

Der bisherige Finanzvorstand von HSBC Deutschland, Paul Hagen, werde Anfang Juni 2019 in den Aufsichtsrat wechseln und Merz dort ablösen, so RP Online. Sein Nachfolger soll der 43-jährige Andreas Kamp werden, der seit zwei Jahren das Controlling des Geldhauses leitet. Hagen ist seit 1987 bei HSBC Deutschland. Der 61-Jährige war 2001 zum persönlich haftenden Gesellschafter der Bank berufen worden. Seit dem Wechsel der Rechtsform 2006 ist er Vorstandsmitglied. (am)