Bei mindestens zwei Banken zeichnet sich die Suche nach einem neuen Chef für das Private Banking in Deutschland ab. So verliert die DZ Privatbank mit Uwe Seeberger den Leiter ihres Private-Banking-Bereichs in Deutschland, wie eine Sprecherin gegenüber "Bloomberg" erklärte. Er habe sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Die DZ Privatbank, die zum genossenschaftlichen Sektor gehört, will sich jetzt nach einem Nachfolger umschauen und dabei sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigen.

Bereits vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Düsseldorfer HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und ihr Private-Banking-Chef für Deutschland, Sven Stephan (Bild rechts), vor einer Trennung stehen. Er werde die Bank voraussichtlich verlassen, sagte eine Sprecher, ohne weitere Details zu nennen.

Das Private Banking in Deutschland sei institutsübergreifend derzeit in einer schlechten Verfassung, erklärte Thomas Schulte, Partner beim Berater Boston Consulting Group, unlängst gegenüber "Bloomberg". In den vergangenen zehn Jahren seien die Ertragsmargen um 30 Basispunkte gesunken und das Kosten-Ertragsverhältnis um 27 Prozentpunkte gestiegen.

Von der DZ Privatbank waren noch im Mai eine "ambitionierte Wachstumsstrategie" und Neueinstellungen angekündigt worden. Über den Weggang von Seeberger hatte als erstes das Private Banking Magazin berichtet. (mb)