Der Hamburger Vermögensverwalter Lloyd Fonds und sein Finanzvorstand Klaus Pinter gehen getrennte Wege. Man habe sich "im besten Einvernehmen" darauf verständigt, sein Amt als Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 15. April aufzuheben. Seine Aufgaben, unter anderem die Bereiche Finanzen und Investor Relations sowie das Bestandsgeschäft, wird Achim Plate übernehmen, der neue Vorstandschef des börsennotierten Unternehmens. Weiteres Mitglied des Vorstands ist Michael Schmidt als Chief Investment Officer (CIO).

Pinter wurde im Juni 2016 zum Generalbevollmächtigen der Lloyd Fonds bestellt, im August 2017 rückte er in den Vorstand auf. Nach dem Ausscheiden des damaligen Vorstandschefs Torsten Teichert übernahm Pinter ab Januar 2018 die Verantwortung als Alleinvorstand. "In dieser Funktion hatte er großen Anteil an der Entwicklung der strategischen Neupositionierung der Lloyd Fonds", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Asset Manager hatte sich in den vergangenen Jahren von einem auf Sachwerte spezialisierten Anbieter geschlossener Fonds hin zu einem Vermögensmanager mit liquiden Kapitalmarktprodukten gewandelt (FONDS professionell ONLINE berichtete). "Ich kenne Herrn Pinter schon lange Jahre und schätze ihn sehr. Daher bedauere ich seine persönliche Entscheidung und danke ihm ausdrücklich für sein Engagement bei der erfolgreichen Neupositionierung", lässt sich Lloyd-Fonds-Aufsichtsratschef Stefan Rindfleisch in der Mitteilung zitieren.

Corona bremst das Wachstum
Lloyd Fonds äußert sich in der Pressemeldung auch zur Corona-Krise. "Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können nicht ausgeschlossen werden", so das Unternehmen. Der Vermögensverwalter hält zwar an seinem Vorhaben fest, das verwaltete Vermögen auf sieben Milliarden Euro zu steigern. Dieses Ziel soll nun jedoch bis Ende 2024 erreicht werden, nicht schon 2023. (bm)