Der bisherige Chef der Oldenburgischen Landesbank (OLB) verlässt das Unternehmen Ende Januar. Zuvor hatte Targo Deutschland die angekündigte Übernahme der Bank abgeschlossen. Die Trennung von Stefan Barth und der OLB erfolgt im "gegenseitigen Einvernehmen", wie es in einer Mitteilung am Montagabend (5.1.) hieß. Einer entsprechenden Vereinbarung habe der Aufsichtsrat der OLB zugestimmt. Barth werde sich neuen beruflichen Aufgaben zuwenden. Auf Barth folgt Christophe Jéhan, der bisherige stellvertretende CEO der Targobank, der unter anderem für das Privatkundengeschäft zuständig war.

Im März 2025 hatte Crédit Mutuel Alliance Fédérale überraschend angekündigt, die OLB über ihre Holding Targo Deutschland übernehmen zu wollen, nachdem es zuvor auf einen Börsengang der OLB hinausgelaufen war.

Barth hatte die OLB in den vergangenen fünf Jahren zu einer sehr profitablen Bank gemacht. Für 2024 wies sie ein Rekordergebnis vor Steuern von 365 Millionen Euro aus, verglichen mit 335 Millionen Euro im Jahr 2023.

Haupteigentümer der OLB waren lange Zeit Apollo Global Management, der US-Pensionsfonds Teacher Retirement System of Texas und die Investmentfirma Grovepoint. Sie hatten verschiedene Banken gekauft, unter anderem von der Hypovereinsbank und der Allianz, und unter dem Namen OLB zusammengeführt. Der jüngste Deal war der Kauf der Degussa Bank. (mb/Bloomberg)