Heinz Roth ist tot. Der Gründer der mittlerweile insolventen P&R-Containervertriebsgesellschaften ist bereits am 14. Dezember 2019 nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Entsprechende Berichte des Branchendienstes "Investmentcheck.de" hat das Büro von P&R-Insolvenzverwalter Michael Jaffé auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE bestätigt. 

Roth war eine Hauptfigur in einem der größten Anlageskandale Deutschlands. Bei P&R handelte es sich augenscheinlich um ein Schneeballsystem: Neu eingeworbenen Gelder für die Containerinvestments wurden dazu genutzt, laufende Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen und Rückkäufen gegenüber Altanlegern zu begleichen. Insgesamt sind Tausende von Anlegern betroffen, die insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro investiert haben sollen. Der Firmengründer war daher im September 2018 in Untersuchungshaft genommen, im Juli 2019 wegen Krankheit aber wieder entlassen worden. 

Über sein Privatvermögen war damals auch ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Dieses wird nun in ein Nachlassinsolvenzverfahren überführt. "Insolvenzverwalter ist und bleibt weiterhin der bisherige Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt Miguel Grosser. Für die Gläubiger in diesem Verfahren (AG München 1542 IN 3055/18) ändert sich dadurch nichts, es sind diesbezüglich keinerlei Erklärungen oder Handlungen erforderlich", heißt es in einem Statement aus der Kanzlei Jaffé. (jb)