Laut einem Bloomberg-Bericht wird Noch-UBS-Chef Sergio Ermotti demnächst Chairman der Londoner Blankoscheck-Gesellschaft Investindustrial Acquisition, wie aus einem am Dienstag eingereichten und überarbeiteten Prospekt hervorgeht. Investindustrial Acquisition ist eine sogenannte Special Purpose Acquisition Company, auch unter der Abkürzung SPAC bekannt. Diese Mantelgesellschaften sammeln zunächst über einen Börsengang Kapital ein, um dieses dann in die Übernahme von noch zu findenden Zielunternehmen zu investieren. Investindustrial hat bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einen Antrag auf Notierung an der New Yorker Börse gestellt. Der Sprung aufs Parkett soll 350 Millionen Dollar einbringen.

Ermotti wird laut Prospekt ab dem 1. Januar als Chairman der Special Purpose Acquisition Company (SPAC) fungieren. Seit 2011 leitet er die UBS, seine Amtszeit endet nächsten Monat. Dann übernimmt Ralph Hamers bei der Schweizer Großbank das Ruder.

In den USA sind SPACs eine fest etablierte Größe. In jüngster Zeit haben sie aber auch in Europa bei Unternehmen und Investoren an Zugkraft gewonnen. Investindustrial will sich auf die Suche nach Zielen aus den Bereichen Konsum, Gesundheitswesen, Industrie und Technologie zu konzentrieren. Im Fokus stehen Firmen mit Unternehmenswerten von ein bis fünf Milliarden US-Dollar. (mb/Bloomberg)