Schwere Vorwürfe von Ex-Genoverband-Chef: "Angriff aus dem Hinterhalt"
Rund ein Jahr nach seinem Rücktritt meldet sich Ex-Genoverband-Chef Ingmar Rega zu Wort. In einem Linkedin-Beitrag schildert er die Ereignisse aus seiner Sicht und spricht von einem gezielten Angriff.
Nach seinem plötzlichen Rücktritt als Chef des Genoverbands vor rund einem Jahr hat sich Ingmar Rega nun zu den Hintergründen geäußert. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Linkedin deutete er an, Opfer einer internen Intrige geworden zu sein.
"Der Angriff auf mich kam am Abend des 20. Januar 2025, sehr plötzlich und aus dem Hinterhalt", hieß es in dem Beitrag, der über seinen verifizierten Linkedin-Account veröffentlicht wurde. So ähnlich könne ein Buch oder Krimi beginnen, der das Ende seiner Zeit beim Genoverband beschreibe. Der Verband vertritt auch zahlreiche Volks- und Raiffeisenbanken.
"Generalstabsmäßig vorbereitet"
Der Angriff sei demnach "generalstabsmäßig vorbereitet – von langer Hand und möglicherweise mit Hilfe einiger, die viel später davon profitieren durften (oder es sich zumindest erhofften)", schrieb Rega weiter. "Ich hätte mich wehren können, hätte alle Register ziehen können gegen die unwahren Beschuldigungen und Behauptungen – aber wäre es das wert gewesen?"
Vorwürfe ohne Substanz
Am Ende sei nichts an den Vorwürfen gegen ihn und andere gewesen, zugleich sei jedoch viel Geld für Anwälte ausgegeben worden. "Und ich gebe zu, das steckt man nicht so einfach weg", schrieb Rega. Er bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur "Bloomberg", dass der Linkedin-Beitrag von ihm stammt. Der Genoverband wollte sich dazu nicht äußern.
Am 28. Januar vergangenen Jahres hatte der Genoverband mitgeteilt, dass Rega aus seinem Amt als Vorstandsvorsitzender ausscheidet. Zur Begründung wurden damals "persönliche Gründe" genannt. Die konkreten Umstände blieben offen.
Entlastung durch externe Gutachten
Knapp ein halbes Jahr später erklärte der Verband, Kanzleien hätten Vorwürfe zu angeblichen Vorfällen innerhalb der Verbandsfamilie geprüft. Dabei ging es offenbar um Fragen der Compliance und Governance. Es sei "ausnahmslos kein schuldhaftes Verhalten von Funktionsträgern des Genoverbands festgestellt" worden, hieß es. Die Gutachten würden auch Rega "eindeutig von allen erhobenen Vorwürfen entlasten".
In seinem Linkedin-Beitrag schrieb Rega abschließend, er blicke mit großer Zuversicht nach vorne – "denn ich habe meinen Frieden gemacht". (mb/Bloomberg)















