Die Sparkasse Köln Bonn muss sich voraussichtlich um einen Nachfolger für ihren Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Linnebank kümmern, wie mehrere Medien übereinstimmend, darunter der "Bonner Generalanzeiger", berichten. Linnebank sei "dienstunfähig erkrankt", habe der stellvertretende Vorstandschef des Instituts, Ulrich Voigt, am vergangenen Donnerstag bei der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen mitgeteilt. 

Der 51-jährige Linnebank steht erst seit April 2018 an der Spitze der Sparkasse Köln Bonn. Er wechselte von der deutlich kleineren Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen nach Köln, musste krankheitsbedingt jedoch schon bald eine Auszeit nehmen. Im September hatte sein Vize Voigt das Spitzenamt interimistisch übernommen. Inzwischen sei ungewiss, ob Linnebank seinen Dienst überhaupt wieder antreten kann, schreibt der "Bonner Generalanzeiger". 

Entscheidung über Abberufung
Verwaltungsrat und Zweckversammlung der Sparkasse Köln Bonn sollen daher am morgigen Dienstag (26. März) über Linnebanks Abberufung entscheiden. Dabei soll ihm der Zeitung zufolge aber nur der Vorsitz im Vorstandsgremium entzogen werden, nicht seine Mitgliedschaft. Auf diese Weise könnte er in den Vorstand zurückkehren, sobald seine Gesundheit wieder hergestellt ist, und dort neue Ressorts übernehmen.

Im Falle einer Abberufung muss ein neuer Vorstandsvorsitzender bestellt werden. Sollte die Position intern aus dem Kreis der aktuellen Gremiumsmitglieder besetzt werden, kommt als Nachfolger wohl am ehesten Ulrich Voigt in Frage. Er ist bereits seit 2007 im Vorstand des Instituts. Voigt steht als Vorstandschef der Sparkasse Köln Bonn zur Verfügung, wie der "Bonner Generalanzeiger" aus dem Umfeld des Instituts erfahren haben will. (am)