Frank-Peter Martin hat das Bankhaus Lampe verlassen. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Martin verantwortete in der erweiterten Geschäftsführung das Asset Management der Privatbank, die zum Beteiligungskreis der Industriellenfamilie Oetker gehört. Er war erst im Februar 2017 von der zur BHF-Bank gehörenden Fondsgesellschaft Frankfurt Trust zu Lampe gewechselt. Die BHF war 2016 samt Frankfurt Trust von der französischen Privatbank Oddo übernommen worden.

Martin war bei Lampe angetreten, um die Vermögensverwaltung nach quantitativen Prinzipien auszurichten. Der Manager hatte dazu mehrere Total Return Fonds aufgelegt, die zuletzt gut eine Milliarde Euro verwalteten. Die "FAZ" berichtet von Gerüchten über ein mögliches Zerwürfnis zwischen Martin und Klemens Breuer, der seit April 2018 die Geschäftsführung des Bankhauses Lampe übernommen hatte. Dies wollte das Geldhaus auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE nicht bestätigen. Das Institut mit Verwaltungssitz in Düsseldorf verwies darauf, dass man sich im besten beiderseitigen Einvernehmen getrennt habe. Und Martin bekleide weiterhin einen Posten im Verwaltungsrat der Tochtergesellschaft in Luxemburg. Damit bleibe er dem Geldhaus verbunden.

Ein Grund für das angebliche Zerwürfnis könnte der "FAZ" zufolge der Kurs des neuen Bankchefs sein. Breuer betrachtet demnach die Vermögensverwaltung im quantitativen Stil nicht als Herzstück, sondern nur als Ergänzung für eine nach fundamentalen Kriterien ausgerichtete Investmentstrategie. Martin selbst hatte die Vorzüge des systematischen Managements unter anderem damit begründet, dass dieses "diversifizierte, verlässliche und nachvollziehbare Ergebnisse" liefere. Zudem seien die Kosten geringer. Martin will dem Bericht zufolge noch im ersten Quartal einen neue Position antreten. (ert)