Die UBS Group nominiert den ehemaligen Morgan-Stanley-Präsidenten Colm Kelleher als ihren nächsten Verwaltungsratspräsidenten. Damit soll ein Manager mit breiter Erfahrung im Banken- und Wealth-Management die Umstellung des Unternehmens auf digitale Technologien begleiten. Der 64-jährige wird sich bei der Generalversammlung des Schweizer Bankhauses im April als Nachfolger von Axel Weber zur Wahl stellen, teilt die UBS in einer Aussendung mit und bestätigt damit einen früheren Bericht von "Bloomberg". Die Bank nominierte zudem Lukas Gähwiler als Vizepräsident.

Kelleher, der einst als potenzieller Nachfolger von Morgan-Stanley-Boss James Gorman gehandelt wurde, übernimmt die Leitung eines Finanzinstituts, das sein Wealth-Management-Geschäft in Asien ausbauen und die Effizienz durch mehr digitale Angebote steigern will. Gleichzeitig muss er die UBS durch einen kostspieligen Rechtsstreit in Frankreich führen, wo der Bank eine hohe Geldstrafe droht, weil sie Kunden mutmaßlich dabei geholfen hat, Steuern zu hinterziehen. Der Finanzier verfüge "über ein tiefes Verständnis der globalen Bankenlandschaft", so Weber in der Mitteilung. "Mit seinen mehr als 30 Jahren Führungserfahrung und seinen hervorragenden Beziehungen weltweit passt er ideal zu UBS."

Kelleher schied Mitte 2019 bei Morgan Stanley aus, blieb aber weiterhin als Senior Adviser tätig. Er war 1989 in das New Yorker Unternehmen im Bereich Fixed-Income Sales eingetreten, bevor er die Verantwortung für die Investmentbank und den Handel übernahm. (mb/Bloomberg)