Der Freiburger Wirtschaftsprofessor Lars Feld wird voraussichtlich Ende dieser Woche aus dem Sachverständigenrat des Bundes ausscheiden, dem er seit 2011 angehört. Er ist seit vergangenem Jahr Vorsitzender des als "Wirtschaftsweisen" bekannten Gremiums. Seine Amtszeit läuft Ende des Monats aus. Bislang hat sich die aktuelle Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD aber weder auf eine erneute Nominierung Felds noch auf einen Nachfolger einigen können. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien, darunter die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Dem Bericht zufolge möchte das Finanzministerium von Olaf Scholz (SPD) einen den Sozialdemokraten nahestehenden Ökonomen in den Rat berufen, und bevorzugt etwa Marcel Fratzscher, Präsident des Berliner Forschungsinstituts DIW, oder Jens Südekum, Professor für internationale Volkswirtschaftslehre in Düsseldorf. Diese Kandidaten lehnt das Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmeier (CDU) aber ab. Daher laufe es der FAZ zufolge darauf hinaus, dass die Position zunächst vakant bleibe und aus den fünf Wirtschaftsweisen ein Vierer-Rat werde. (jb)