Die Frage, die derzeit vielen auf den Lippen liegt ist, ob die USA in eine Rezession schlittern. Doch obwohl es etliche Risikofaktoren gibt, die in diese Richtung deuten, gehen die Kapitalmarktexperten von ING Investment Management (ING IM) nicht davon aus, dass es zu einer Rezession kommen wird, wie sie in ihrem aktuellen Jahresausblick für 2008 schreiben. Die Chance dafür liegt ihnen zufolge bei 35 Prozent.

Stagnierendes Wachstum

Allerdings sei davon auszugehen, dass sich das Wachstum der Volkswirtschaft im aktuellen vierten Quartal 2007 sowie in der ersten Jahreshälfte 2008 um ein bis 1,5 Prozent abschwächen wird. Das US-Wachstum selber beziffere man für 2008 auf 1,8 Prozent, wobei die ING Analysten als positive Treiber vor allem die weiterhin niedrige Arbeitslosenquote sowie das starke Wachstum im Exportgeschäft ausmachen. Letzteres wird dabei durch den schwachen Dollar forciert, der erst in der zweiten Jahreshälfte 2008 wieder an Momentum gewinnen wird.

Volkswirtschaften koppeln sich ab

Weitere Trends, die die ING Analysten für 2008 ausmachen ist die zunehmende Eigendynamik der Emerging Markets, sowie die ebenfalls zunehmende Abkoppelung der entwickelten Volkswirtschaften von der US-Volkswirtschaft.

Zentralbanken in der Bredouille

Für die Zentralbanken dürfte 2008 hingegen ein schwieriges Jahr werden, da sie im Verlauf des Jahres den schmalen Grad zwischen Wachstums- und Inflationsrisiken entlang wandern müssen.

Growth auf dem Vormarsch

Auch für Aktien dürfte 2008 ein Jahr voller Herausforderungen werden. Zwar seien die ING Analysten leicht positiv gestimmt, allerdings hänge vieles von der Entwicklung der US-Wirtschaft ab.

Positiv gestimmt sei man derzeit vor allem für schwergewichtige Growth-Titel aus den Bereichen Technologie (darunter auch Internet und Biotechnologie), Telekom, Grundstoffe und Energie. Und auch Finanzwerte dürften wieder deutlich an Attraktivität gewinnen, sobald sich die Folgen der Kreditkrise abgeschwächt haben. Aus Ländersicht böten Emerging Markets die besten Gelegenheiten.

Den ausführlicheren Ausblick finden interessierte Leser als PDF-Datei (in englischer Sprache) im Anschluss an diese Mitteilung. (ir)