In Deutschland haben Kriminelle 2020 so viele Geldautomaten gesprengt wie noch nie zuvor. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf eine Umfrage unter den Landeskriminalämtern. Demnach wurden bis zum Stichtag der Umfrage am 16. Dezember 390 Geldautomaten in die Luft gejagt – 21 mehr als im gesamten bisherigen Rekordjahr 2018. 2019 meldeten die Landeskriminalämter 349 Fälle.

Ein Grund für den Anstieg der Fallzahlen könnte die Coronakrise sein, schreibt das Nachrichtenmagazin "Spiegel. Denn die Shutdowns haben die Nachfrage nach Bargeld befeuert, die Geldautomaten sind deshalb prall gefüllt gewesen – eine Einladung für Kriminelle. 

Täter kennen keine Skrupel
Die meisten Fälle verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 174 Sprengungen. Es folgen Niedersachsen mit 45 registrierten Fällen, Baden-Württemberg mit 36 sowie Rheinland-Pfalz mit 34 Fällen. Das Landeskriminalamt glaubt, dass hinter der Häufung in NRW eine Gruppe aus mehreren Hundert Mann aus dem Raum Utrecht und Amsterdam steht. Die Täter zeigten sich "unbeeindruckt von Festnahmen, hohen Haftstrafen, tödlichen Unfällen auf der Flucht und besser gesicherten Geldautomaten", zitiert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die Beamten. (fp)