Die deutschen Fondsanleger hatten im Februar etwas weniger Vertrauen in eine positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Investor Confidence-Studie von JPMorgan Fleming. Nachdem ihr Optimismus in den drei vorangegangenen Monaten stetig zugenommen hatte, signalisiert die Studie eine leichte Korrektur des positiven Trends. Der Anteil der befragten privaten Investoren, die eine Verbesserung der Kurse für sehr wahrscheinlich oder für wahrscheinlich halten sank geringfügig auf 46,3 Prozent. Im Vormonat trafen 47 Prozent eine solche Einschätzung.

 

Stimmungsumschwung von optimistischen Anlegern verursacht

 

Ein überraschendes Detail: Dieser Stimmungsumschwung wird ausschließlich von den verhalten optimistischen Anlegern verursacht, die steigende Kurse für wahrscheinlich halten. Ihr Anteil verringerte sich um 1,2 Prozent (Januar: 40,0 Prozent, Februar 38,8 Prozent). Dagegen lag der Anteil derer, die ein solches Szenario für sehr wahrscheinlich halten, mit 7,6 Prozent sogar ein wenig höher als im Januar (7,0 Prozent).

In Übereinstimmung mit der sinkenden Stimmungskurve stieg der Anteil der Pessimisten, die von einer wahrscheinlichen oder sehr wahrscheinlichen Verschlechterung der Aktienkurse ausgehen, von 17 auf 21 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob es sich dabei nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt oder ob ein Stimmungsumschwung eingeleitet worden ist, heißt es in der Studie. Im Vergleich zu den Monaten seit Mai 2004 seien die Erwartungen aber immer noch auf einem positiven Gesamtniveau.

 

Gesamtindex rückläufig

 

Einen Teil der Confidence-Studie stellt der Gesamtindex dar. Dieser setzt sich aus den einzelnen Umfragewerten der Studie zusammen. Entsprechend der weniger optimistischen Einschätzungen ist der Gesamtindex im Februar gesunken (auf 3,0 im Vergleich zu 3,4 im Januar). Nach wie vor weist dieser einen deutlichen Abstand zu dem Tiefstwert vom Oktober vergangenen Jahres auf, als der Index bis auf 0,8 gesunken war. Die leichte Stimmungseintrübung im Februar erfasste Frauen und Männer gleichermaßen: so sank der Gesamtindex der Frauen von 2,1 auf 1,8 bei den Männern, die die Situation regelmäßig optimistischer einschätzen, verringerte sich der Wert von 4,4 auf 3,9.

 

Aktueller Trend berührt Investitionsentscheidungen nicht

 

Wie bereits in den Vormonaten hat der aktuelle Trend nur einen begrenzten Einfluss auf die Investitionsbereitschaft der Anleger. Der Anteil derer, die in den nächsten zwölf Monaten neue Investitionen tätigen wollen, bewegt sich seit November 2004 in einem engen Rahmen von 42,6 bis 43,6 Prozent. Im Februar gaben 43 Prozent an, dass sie in naher Zukunft weitere Investitionen vornehmen wollen (Vormonat: 43,6 Prozent). Es hat sich offenbar eine relativ stabile Gruppe unter den Anlegern gebildet, die unabhängig von leichten Stimmungsschwankungen klare Investmentstrategien und Anlageplanungen hat, so die JPMorgan-Studie.

Der Anteil der Unentschlossenen ist mit 8,9 Prozent wieder etwas gesunken (Vormonat: 9,5 Prozent). Dagegen stieg der Anteil der Investitionsunwilligen: 48,1 Prozent gaben an, dass in den kommenden zwölf Monaten keine neuen Investitionen vorgesehen sind. Im Januar trafen 46,9 Prozent der Befragten eine solche Einschätzung.

 

Fondssparen: attraktives Investment

 

"Wir sehen den Trend, dass trotz der leicht negativen Grundstimmung der befragten Investoren die Anzahl der Fondsanleger steigt", erklärt Boudewijn Hoogenraad, Leiter Marketing und PR bei JPMorgan Fleming in Deutschland. So stieg der Anteil der Investmentfonds-Besitzer von 12,6 auf 14,1 Prozent aller Befragten - der höchste Wert seit Mai 2004. Und mit 27,5 Prozent gaben im Februar deutlich mehr Befragte als im Vormonat (24,1 Prozent) an, in den nächsten 12 Monaten in Fonds investieren zu wollen. "Diese Anlageform scheint sich langfristig als attraktives Investment bei den Sparern zu etablieren", resumiert Hoogenraad. Nicht nur bei den Investmentbesitzern sei diese Entwicklung festzustellen, auch bezogen auf die Gesamtbevölkerung wächst das Vertrauen in Fonds. Im Februar wollten 7,3 Prozent aller Befragten in Fonds investieren - im Vormonat waren dies noch 6,1 Prozent.

 

Grundlage für die JPMorgen Fleming Confidence-Studie ist eine repräsentative monatliche Befragung von 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren. Seit März 2002 werden, nach Fondsanlegern und Gesamtbevölkerung unterteilt, deren Einstellungen zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten erfasst. Die Studie wird parallel in Deutschland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt. (dnu)

 

Lesen Sie die ausführliche Studie in der beigefügten PDF-Datei.