Das steigende Staatsdefizit in den USA macht Edelmetalle für Anleger attraktiv, sagt Rainer Beckmann, Geschäftsführer der Ficon Börsebius Invest GmbH in Düsseldorf. Der Goldpreis hat sich seit Mitte August um über hundert US-Dollar erholt – eine Entwicklung, die der Vermögensprofi auch auf den wachsenden Schuldenberg der Vereinigten Staaten zurückführt. Die Gold-Silber-Ratio hat sich ebenfalls stark verbessert. "Sie liegt derzeit bei unglaublichen 84 Punkten. Das heißt, ich bekomme für eine Unze Gold derzeit 84 Unzen Silber", erklärt Beckmann.

Silber ist noch aus anderen Gründen derzeit attraktiv. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Silber zu einem sehr starken Prozentsatz industriell verbraucht wird", sagt Beckmann. Die aktuell bekannten Lagerstätten werden Prognosen zufolge nur noch für rund 20 Jahre reichen. "Ich sehe daher eher, dass die bisherigen Höchstmarken von 50 Dollar pro Unze auch weiter erreicht oder gar überschritten werden", so der Vermögensexperte.

US-Schulden könnten sich verdoppeln
Derweil dürfte sich das Schuldenproblem in den USA weiter zuspitzen. Derzeit liegt die Staatsverschuldung bei rund 21 Billionen Dollar. Sie beträgt damit mehr als 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wenn sich an der derzeitigen Einnahmen- und Ausgabenpolitik nichts ändert, dürfte sich der Schuldenberg nach Prognosen des Congressional Budget Office bis 2048 verdoppeln. (fp)