Bitcoin boomt – und auch andere Kryptowährungen profitieren derzeit von einer verstärkten Nachfrage der Anleger nach dem digitalen Geld. Doch Achtung: Im Gegensatz zu Aktien, Anleihen und Gold haben Bitcoin und Co. keinen substanziellen Wert, außer der Knappheit des Gutes und gegebenenfalls noch dem Preis für den Stromverbrauch beim sogenannten "Mining" der Währungen. "Investoren sollten bedenken, dass die privaten Kunstwährungen weder die Leistungskraft eines Landes repräsentieren noch eine Regulierung durch Zentralbanken erfolgt", warnt Vermögensprofi Gottfried Urban. Die klassischen Grundsätze des Investierens von Geld könnten bei der Bewertung von Kryptos nicht angewendet werden. 

Es sei zwar durchaus möglich, dass sich einige Kryptowährungen im Preis noch einmal verdoppeln. Genauso wahrscheinlich seien aber Schwankungen nach unten. "In der Zeit des raketenartigen Aufstiegs des Bitcoin gab es immer wieder Kurskorrekturen von über 80 Prozent vom Hoch", sagt Urban. Anleger sollten deshalb vorsichtig bleiben. "Kryptowährungen können im Moment noch kein Ersatz für Währungs- oder Edelmetallanlagen sein", sagt der Vermögensprofi. Das liegt nicht zuletzt auch an der Zurückhaltung der Zentralbanken bezüglich der Regulieren der Währungen. Früher oder später würden diese jedoch Regulierungsmaßnahmen ergreifen. 

Nerven schonende Alternativen
"Welche der vielen neu geschaffenen Kryptowährungen zum neuen Weltgeld aufsteigt – oder ob dies überhaupt passiert – ist nicht entschieden", sagt Urban. Seiner Meinung nach sind Gold und hochliquide Aktien von marktführenden Konzernen die bessere Alternative, um das eigenen Vermögen anzulegen. Das sei im Zweifel auch besser für die Nerven der Anleger. (fp)