Statt überteuerte Immobilien zu kaufen und zu vermieten, sollten Renditesucher sich lieber ein paar Immobilienaktien ins Depot legen, sagt Thomas Buckard, Gründungsmitglied von Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen (MPF) in Wuppertal. "Angesichts rekordhoher Preise für Anleihen und Immobilien kommen Anleger kaum daran vorbei, einen Teil ihrer liquiden Mittel auch in Aktien anzulegen", so Buckard.

Wohnungen und Häuser sind zumindest in den deutschen Metropolen mittlerweile so teuer, dass sich eine konservative Immobilienanlage kaum noch rechnet. "Immobilienaktien liefern bessere Renditen", erklärt der Vermögensverwalter. Für den Kauf von Betontiteln spricht aus seiner Sicht noch ein weiterer Grund: "Die Risiken für die Finanzmärkte haben seit Jahresbeginn deutlich zugenommen. Deshalb ist es sinnvoll, sich im Aktienbereich etwas defensiver aufzustellen." Aktien von Immobiliengesellschaften seien eine Möglichkeit.

Aussicht auf Dividende
Vor allem Anteilscheine von Immobilien-Bestandshaltern seien für Anleger interessant, sagt Buckard. Das liege auch daran, dass diese Unternehmen meist einen guten Teil ihrer Einnahmen an ihre Aktionäre weiterreichen. Obwohl die entsprechenden Aktien in den zurückliegenden Jahren schon sehr gut liefen, liegen die Dividendenrenditen noch immer im Bereich von 3,5 Prozent. "Das ist fast doppelt so viel, wie fremdvermietete Immobilien abwerfen", sagt Buckard. (fp)